MT9 - ein Konkurrent für das mp3 - Format ?
Glaubt man den neusten Pressemitteilungen von Audioendgeräteherstellern, dann wird das MP3 Audioformat einen neuen Konkurrenten, das MT9 - Format, haben. Die koreanische Firma Audizen plant ein regulierbares 9-Kanal-File, das dem User erlauben soll, die Lautstärke der einzelnen Kanäle individuell anzupassen.
Prinzipiell ein sehr interessantes Format für alle User, die sich aktiv als Musikproduzenten betätigen wollen. Nicht ohne Hintergedanke wird auf der englischen Version der koreanischen Webseite dieses Format als "Music 2.0" bezeichnet.
Für den Podcaster stellt sich nun die Frage, ob dieses Format auch in der E-Learning-Branche bedeutsam werden wird. Natürlich ist es verfrüht, vor der Markteinführung ein endgültiges Urteil abzugeben, aber eine gewisse Skepsis sei bei dieser Weiterentwicklung angebracht.
Hierbei sehe ich die Gefahr, dass der Inhalt zu sehr durch technische Spielereien vernachlässigt wird. Derzeitig ist die MP3 das Maß aller Podcastdinge, da alle Endgeräte dieses Format unterstützen und die Soundqualität/Filesize - Relation immer noch hervorragend ist.

Ich sehe, wie in anderen Bereichen auch, die Zukunft in offenen Formaten wie zB. Ogg. Hier hat der Nutzer einen echten Mehrwert!
Die technische Spielerei, wie zB. einzelne Kanäle in der Lautstärke zu verändern, ist mE. nur für einen ganz kleinen Teil der Nutzer interessant. Bei Musik haben sich die Künstler etwas dabei gedacht, wie sie ihre Musik als Stück abmischen.
Wie Du sagst, mag die Funktion maximal für mögliche 'möchtegern' Musikproduzenten interessant sein.
Im E-Learning-Bereich fehlt mir komplett die Fantasy, wie ich diese Funktion nutzen soll!
Aber, die Zeit wird es zeigen.
Grüße, Frank
Ich teile natürlich die Ansicht von Frank, die Musiker haben sich bei den Abmischungen bestimmt etwas gedacht. Ob jedermann die Beatles so gut abmischen kann wie George Martin, sei mal dahin gestellt.
Bei E-Learnings sehe ich beispielsweise die Einsatzmöglichkeit beim Lernen mit Musik.
Vielleicht freut sich mancher bei längeren Textpassagen über Instrumentalmusik, ein anderer möchte keine Musik haben, der nächste möchte die Musik etwas leiser haben. Es existieren mit diesem Format Anwendungsmöglichkeiten, dass der Lerner sich seine Soundatmosphäre selbst customizen kann. Ob der Nutzen der zusammengestellten Atmosphäre überwiegt, oder ob es mehr vom eigentlichen Lerninhalt ablenkt, kann man jetzt noch nicht sagen.
Manchmal ändern sich Konsumgewohnheiten recht rasch.