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Die wichtigsten Flashformate im Überblick
21 Dezember, 2008 - 06:35 – Ralf Baum
Flash ist ein dominantes Format im E-Learning-Bereich geworden, aber Flash selbst unterteilt sich selbst wieder in unterschiedliche Dateienformate. Insgesamt gibt es mehr als 10 verschiedene Flashdateiformate, und selbst hier gibt es noch mal File Extensions. Aus Gründen der Übersichtlichkeit werde ich mich nur den 3 wichtigsten Dateiformaten (fla, swf und flv) widmen.
- *.fla
Die Fla-Dateien sind die Sourcedateien von ihrem Flashprojekt. Sie können lediglich mit dem jeweiligen
Flashprogramm geöffnet werden. In diesem Format ist der Aufbau der späteren, abspielfähigen Datei zu sehen. Dem Lerner sollte man aber dieses Format nicht zur Verfügung stellen, schliesslich befinden sich in dieser Quelldatei alle Angaben zum jeweiligen Lernelement, welche nicht geändert werden sollen. Für die Öffentlichkeit sollte man nur bereits publizierte Dateien zur Verfügung stellen. Hierfür eignet sich das swf-Format - *.swf
swf ist die Abkürzung für Shockwave File und nicht "Short Web File" oder ähnliche Falschdefinitionen. Diese swf-Datei wird u.a. aus einer Fla-Datei heraus erzeugt und ist eine der populärsten Webformate, die es überhaupt gibt. swf-Dateien können beispielsweise auch mit einem transparenten Hintergrund erstellt werden, was heisst, dass sie auf ein existierendes Hintergrundbild aufgesetzt werden kann. Natürlich können swfs nicht nur Adobe Flash erstellt werden, sondern auch mit mit Autoren Tools wie Captivate, Camtasia oder auch Articulate Presenter. Generell wird die Quelldatei compiliert und anschliessend als swf ausgegeben. Shockwave-Dateien können entweder mit einem Flashplayer oder verknüpft mit einer html in einem Browser betrachtet werden. Allerdings haben swfs ab einer bestimmten Grösse einen kleinen Nachteil. Sie müssen immer erst vollständig geladen werden, bevor sie betrachtet werden können. Soll heissen, auf grosse swfs muss ein bischen gewartet werden. Schneller betrachten kann man hingegen die flv-Dateien. - *.flv
flv ist die Abkürzung für Flash Movie. Dies ist das gängige Format auf allen Videoportalen wie YouTube oder MyVideo, denn flv-Dateien haben gegenüber swfs einen grossen Vorteil; sie können gestreamt werden. Der Lerner kann sich mit minimaler Unterbrechung ein Video anschauen. Dies ist besonders nützlich, weil Filmdateien in hoher Qualität schnell die 30MB-Grenze überschreiten und je nach Internetverbindung dies den Lerner zu längerem Warten zwingt. Zur Betrachtung einer flv braucht man nicht zwangsläufig Adobe Flash, sondern ein FLV-Player (den auch als Freeware gibt) genügt. Der Vorteil der fls liegt darin, dass grosse (webuntaugliche) Video -Dateien somit auch im Netz gezeigt werden können. Falls nun die Frage aufkommt, wozu man dann überhaupt swf-Dateien braucht, wenn es doch schon die streamfähige flv gibt, auch dafür gibt es eine Antwort. Swf-Dateien erlauben interaktive Benutzung, bei Flash Movie Dateien lassen sich derartige Komponenten nicht einbauen
Ich hoffe, dass diese kleinen Erklärungen helfen, Missverständnisse beim Thema "Flashdatei" zu vermeiden, denn ohne genaue Spezifikation kann man hier leicht aneinander vorbeireden.

Kommentare
Kleiner Korrekturvorschlag
Zuerst einmal ein dickes Lob für diesen Blog. Wir beschäftigen uns zunehmend mit dem Thema eLearning und haben hier schon einige Ansätze entdecken können.
Trotzdem habe ich einen kleinen Einwand: Sie schreiben zum Thema .swf das die Dateigröße bei der Wiedergabe eine Rolle spielt. Durch die Verwendung eines Preloaders wird ein Teil der .swf gepuffert, wodurch auch relativ große Filme wiedergegeben werden können. Das Format .flv ist in sofern nicht mit .swf zu vergleichen, da es keine Interaktivität zulässt. Gerade wenn wir aber über eLearning reden, ist Interaktion wichtig.
Mit freundlichen Grüßen,
Jan Meißner
swf und flv
Vielen Dank für Ihre Antwort, ich befürchte, dass ich mich bei den swf´s nicht präzise genug ausgedrückt habe.
Ja, Sie haben recht, dass es bei swf´s einen Preloader gibt. Aber dennoch wird das swf doch sehr schnell vollständig heruntergeladen, weil ja sonst etwaiges Actionscript nur unvollständig geladen wäre. Bei einem Sprung von Frame 7 auf Frame 7540 würden kurzfristig die entsprechende Scriptinhalte fehlen oder nicht zusammenhängend geladen werden, was doch eine potentielle Fehlerquelle darstellen würde. Es gibt aber die Möglichkeit, dass mehrere swf´s hintereinander geschaltet werden, um einen zusätzlichen Streaming Effekt zu erzeugen. Solange es aber um non-interaktive Elemente geht, wäre die flv die einfachere Variante.
E-Learning muss aber nicht konsequent interaktiv sein. Es können doch auch Filme in eine Learning Map eingebaut werden, was durchaus eine wichtige, didaktische Komponente sein kann.
Die swf ist aber natürlich in E-Learnings weiteraus öfter anzutreffen, weil sie - wie von Ihnen erwähnt - auch mit interaktiven Elementen versehen werden kann.
Mit freundlichen Grüssen
Ralf Baum
Ein kurzer Hinweis: "Zur
Ein kurzer Hinweis:
"Zur Erstellung einer flv braucht man nicht zwangsläufig Adobe Flash, sondern einen FLV-Player"
Dies stimmt so nicht. Zum Erstellen braucht man einen Encoder (Flash Media Encoder von Adobe bzw. Alternativen). Die FLV Player dienen nur zum Abspielen der Files.
stimmt
Sie haben vollkommen recht, das kommt davon, wenn man zwei Sätze zusammenbastelt, dann geht neben dem Sinn auch die Syntax verloren.
Tut mir leid. Also hier noch mal die Richtigstellung des Satzes:
Zur Betrachtung einer flv benötigt man nicht zwangsläufig Adobe Flash, sondern ein flv-Player genügt.